Ein Wochenende mit zwei Gesichtern liegt hinter Schubert Motorsport. Am Samstag feierte die Mannschaft sowohl in der DTM am Sachsenring als auch in der Nürburgring Langstrecken-Serie auf der Nordschleife einen Sieg. Marco Wittmann machte damit einen großen Schritt im DTM-Titelkampf. Am Sonntag musste das Team dagegen in beiden Rennserien Rückschläge hinnehmen.
Oschersleben, 13. September 2026 – Der Samstag hätte für Schubert Motorsport kaum erfolgreicher verlaufen können. Am Sachsenring sicherte sich Marco Wittmann zunächst die Poleposition und verwandelte diese anschließend in einen starken Sieg. Mit der maximalen Ausbeute machte der BMW-Werksfahrer wichtige Punkte im Kampf um die DTM-Meisterschaft gut und hält seine Titelchancen vor dem Saisonfinale am Hockenheimring weiter offen. Auch Kelvin van der Linde zeigte ein starkes Rennen. Mit Platz vier verpasste er das Podium nur knapp und komplettierte damit ein überzeugendes Mannschaftsergebnis.
Fast zeitgleich gab es auch auf der Nürburgring-Nordschleife Grund zum Feiern. Schubert Motorsport gewann den achten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie. Für Jordan Pepper war es der erste NLS-Einsatz für das Team – und direkt ein Einstand mit Gesamtsieg. Damit gelangen Schubert Motorsport am Samstag innerhalb weniger Stunden Siege in zwei unterschiedlichen Rennserien.
Am Sonntag zeigte sich ein anderes Bild. Nach einem schwierigen Qualifying am Sachsenring gingen Wittmann von Startplatz 16 und van der Linde von Position sieben in das zweite DTM-Rennen. Während sich van der Linde schnell in der Spitzengruppe etablierte, arbeitete sich Wittmann aus dem hinteren Teil des Feldes kontinuierlich nach vorne.
Für van der Linde endete das Rennen nach einer unverschuldeten Kollision mit Maro Engel vorzeitig. Wittmann setzte seine Aufholjagd dagegen fort und überquerte die Ziellinie auf einem starken sechsten Platz. Damit sammelte er nach seinem Sieg am Vortag weitere wichtige Zähler für die Meisterschaft.
Auch beim neunten NLS-Lauf blieb Schubert Motorsport am Sonntag ohne zählbares Ergebnis. Der Yokohama BMW M4 GT3 EVO geriet auf eine Ölspur, rutschte von der Strecke und wurde bei dem anschließenden Unfall so stark beschädigt, dass eine Fortsetzung des Rennens nicht möglich war.
Torsten Schubert, Teamchef Schubert Motorsport: „Der Samstag war für uns wirklich außergewöhnlich – gerade am Sachsenring, der unserem BMW von seiner Charakteristik eigentlich nicht unbedingt entgegenkommt. Marco hat mit der Poleposition und dem Sieg eine starke Leistung gezeigt und ist weiterhin voll im Rennen um den Titel. Auch Kelvin war am Samstag mit Platz vier sehr stark unterwegs. Umso mehr tut es mir für ihn leid, dass er am Sonntag nach dem unverschuldeten Unfall das Rennen nicht beenden konnte. Zwei Siege an einem Tag in zwei verschiedenen Rennserien zu feiern, ist für unser gesamtes Team etwas ganz Besonderes. Jetzt richtet sich unser Blick auf Hockenheim. Marco hat weiterhin die Chance auf die Meisterschaft und wir freuen uns auf ein spannendes Finale.“
Für Schubert Motorsport endet damit ein ereignisreiches Doppelwochenende mit einem sportlich herausragenden Samstag und einem Sonntag, der die Mannschaft auf beiden Strecken forderte. In der DTM ist die wichtigste Entscheidung jedoch noch nicht gefallen.